Aus der Region

Biologische Zahnmedizin – ein gesunder Körper beginnt im Mund

Interview mit Dr. Jochen Bastian

Wir durften Dr. Bastian im Interview zu seinem Spezialgebiet, der biologischen Zahnmedizin, sprichwörtlich “auf den Zahn fühlen”. Wer meint, dass “Günzburg” nur aufgrund des Legolandes weltweit ein Begriff ist, irrt sich: Die Praxis von Dr. Bastian und seinem Team in Kleinkötz genießt weit über unsere Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. 

Schwaben Echo: “Hallo Dr. Bastian, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Wir sind sehr neugierig zu erfahren, weshalb Patienten bis aus Frankreich, Polen, Irland und sogar den USA und Hongkong den Weg nach Kleinkötz auf sich nehmen.”

Dr. Bastian: “Es ist tatsächlich so, dass Patienten aus allen Regionen zu uns kommen. Denn die biologische Zahnheilkunde ist noch nicht sehr verbreitet, aber durch den ganzheitlichen Ansatz sehr effektiv.”

Schwaben Echo: “Wie kamen Sie zu diesem Fachgebiet?”

Dr. Bastian: “Ich beschäftige mich seit rund fünf Jahren damit und wurde durch Dr. Klinghardt auf die Folgen von beispielsweise Amalgam aufmerksam. Noch heute ist dieses Füllmaterial weit verbreitet und kann zahlreiche Beschwerden auslösen. Studien aus den USA beweisen zum Beispiel, dass am Tag der Einführung von Amalgamfüllungen die Zahl der Nervenerkrankungen gestiegen ist. Länder wie Schweden haben den Einsatz sogar inzwischen verboten, da das Material unter dem Verdacht steht, Krebserkrankungen zu begünstigen.”

Schwaben Echo: “Wenn Amalgam so schädlich ist, warum hat dann nicht jeder damit behandelte Patient Probleme?”

Dr. Bastian: “Jeder Mensch hat eine andere Enzymausstattung und verarbeitet Stoffe anders. Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber, ein starkes Nervengift, das noch nach 50 Jahren ausdünsten kann und vom Körper verarbeitet werden muss. Entfernt man diesen Stoff aus dem Körper, können oft schon nach kürzester Zeit Beschwerden abklingen. Zu unseren erstaunlichsten Fällen gehören unter anderem Patienten, die nach der Entgiftung plötzlich wieder ohne Brille scharf sehen konnten.”

Schwaben Echo: “Wie sieht Ihre Alternative zu Amalgamfüllungen aus?”

Dr. Bastian: “In der biologischen Zahnmedizin geht man davon aus, dass jede Veränderung im Mund Auswirkungen auf den ganzen Körper hat. Kranke Zähne und Entzündungen können schwerwiegende chronische Erkrankungen auslösen.

Zahnersatzimplantate aus Metall können ein Gefühl auslösen, als würde Strom durch den Kiefer fließen. Ich arbeite deshalb bei Füllungen und Implantaten mit Keramiken, die vom Körper nicht erkannt werden und deshalb sehr gut verträglich sind.”

Schwaben Echo: “Gibt es weitere Vorteile Ihrer Keramik-Implantate?”

Dr. Bastian: “Das Verfahren “Short Cut Conzept” nach Dr. Volz überzeugt durch viele Pluspunkte. Mit den ästhetischen Keramikimplantaten von SDS bieten wir eine metallfreie, sehr gut verträgliche Lösung bei Zahnverlust. Und das Beste: Dank des Gewindedesigns können Zähne in der Regel sofort ersetzt und mit einem Provisorium versehen werden. Dafür wird der Kiefer gescannt und per PC eine Krone gefräst.”

Schwaben Echo: “Viele Patienten haben Angst vor einem Zahnarzttermin. Gerade bei Begriffen wie “Wurzelbehandlung” läuft vielen ein Schauer über den Rücken.”

Dr. Bastian: “Auch wir sehen die konventionelle Wurzelkanalbehandlung kritisch. Aus biologischer Sicht wird der Zahn durch das Füllen der Kanäle getötet. Meist bleiben mikroskopisch kleine Kanäle offen und es bilden sich wahre Bakterienherde, die Kieferentzündungen verursachen und ein Störfeld bilden, das sich auf den ganzen Körper auswirkt. Deshalb suchen selbst Neurologen bei vielen Krankheitsbildern die Quelle im Kieferbereich.”

Schwaben Echo: “Dann sind Bakterien oft die sprichwörtliche “Wurzel allen Übels”?”

Dr. Bastian: “Ja. Ein weiteres typisches Krankheitsbild ist eine unter der Abkürzung NICO bekannte Entzündung im Kieferbereich. Nach beispielsweise dem Entfernen der Weisheitszähne ist der Knochen noch nicht ganz verheilt, aber die Schleimhaut darüber verschließt sich bereits. In Kombination mit nährstoffarmer, zuckerreicher Ernährung entstehen dann Entzündungen. Daraus resultierende Beschwerden können am ganzen Körper auftreten, was unserer Erfahrung nach mit dem Meridiansystem im Körper zu tun hat. Das aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannte System zeigt die Verbindungen einzelner Zähne mit anderen Gelenken, Wirbeln und Organen.”

Schwaben Echo: “Wie beugt man Zahnerkrankungen am besten vor?”

Dr. Bastian: “In der Prophylaxe und Vorsorgeuntersuchung klären wir Patienten über die richtige Putztechnik und Zahnhygiene auf. Auch im örtlichen Kindergarten ist meine Kollegin zwei Mal im Jahr vor Ort und erklärt Kindern die Grundlagen der Zahnpflege.”

Schwaben Echo: “Viele Leser sind nun sicher interessiert an Ihrem Verfahren. Können Sie noch Neupatienten aufnehmen?”

Dr. Bastian: “Ja, natürlich. Unsere Praxis ist auf die Ansprüche unserer Patienten ausgelegt. Die Zahnärztin in unserem Team kümmert sich um die klassische Vorsorge und Behandlung. Ich konzentriere mich inzwischen vollständig auf die biologische Zahnmedizin. So wie unser Patientenstamm weiter wächst, wächst auch unser Team und wir sind gerne offen, weitere Zahnärzte einzustellen, um dem Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Denn gerade die biologische Zahnbehandlung ist sehr zeitintensiv. Allein den ersten Befund zu erstellen dauert rund 1,5 Stunden.”

Schwaben Echo: “Das ist gut zu wissen! Übernimmt denn die Krankenkasse biologische Behandlungen?”

Dr. Bastian: “Leider sind das zum großen Teil Privatleistungen. Wir klären die Patienten aber offen auf und erstellen mit dem Therapieplan einen Kostenvoranschlag. Für eine erfolgreiche, ganzheitliche Behandlung arbeiten wir eng mit erfahrenen Heilpraktikern zusammen. Mit dem ganzheitlichen Ansatz der Entgiftung konnten diese schon unglaubliche Heilerfolge erzielen.”

Schwaben Echo: “So patientenorientiert und ganzheitlich wünscht man sich die Medizin! Wie sind Ihre Pläne für die Zukunft?”

Dr. Bastian: “Vor allem in der Schweiz bilde ich mich zu meinem Spezialgebiet regelmäßig weiter. Eines Tages würde ich mein Wissen gerne weitergeben und Zahnärzte ausbilden.”

Schwaben Echo: “Das wäre ein großer Gewinn! Vielen Dank für dieses interessante Gespräch, das sicher viele Leser zum Nachdenken angeregt hat.”

Die Praxis von Dr. Jochen Bastian erreichen Sie unter:

Telefon 08221 20 48 153 | Fax 08221 20 48 154

info@zahnarzt-bastian.de | www.zahnarzt-bastian.de

weitere Artikel
Aktuelle Ausgabe
Anzeige