Aus der Region

Coronavirus: Das kann jetzt jeder tun

Das Landratsamt Augsburg hat die häufigsten Fragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus

zusammengestellt und beantwortet.

Augsburg (mh). Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sind alle Bürger gleichermaßen gefordert. Wir klären auf, was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Zunächst einmal zur Beruhigung: „Die meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen mild“, klärt das Landratsamt Augsburg auf. Anzeichen einer Erkrankung sind demnach Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Nur in schwereren Fällen kann laut Landratsamt die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen.

Allerdings ist die Erkrankung sehr infektiös, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Schwerere Krankheitsverläufe seien vor allem bei älteren Menschen und bei Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen zu erwarten. Hier könne eine längere intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein – und da könnte selbst ein „gut ausgebautes Gesundheitsversorgungsys tem wie das in Deutschland an Kapazitätsgrenzen gelangen“, warnt das RKI. Da weder eine Impfung in den nächs-ten Monaten noch eine spezifische Therapie derzeit zur Verfügung stünden, „müssen alle Maßnahmen darauf ausgerichtet sein, die Verbreitung der Erkrankung in Deutschland und weltweit so gut wie möglich zu verlangsamen, die Erkrankungswelle auf einen längeren Zeitraum zu strecken und damit auch die Belastung am Gipfel leichter bewältigbar zu machen“, schreibt das RKI. Das Ziel muss es demnach sein, Infektionsketten zu unterbrechen und insbesondere die gefährdeten Personengrup-

pen zu schützen.

Das Virus wird von Mensch zu Mensch vorwiegend durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen oder Speichel übertragen. Daher lauten auch die wichtigste Empfehlung: gründliches Händewaschen mehrmals am Tag und eine vernünftige Husten- und Nies-Etikette.

Mit der Schließung der Schulen und Kindertages- stätten in Bayern soll ebenfalls ein Beitrag geleistet

werden, dass sich das Virus nur langsamer ausbreiten kann. Daher ist es freilich nicht sinnvoll, wenn sich Kinder und Jugendliche jetzt im gleichen Maße wie vorher in der Schule treffen und Zeit miteinander verbringen. Hier appellieren die Behörden bislang an die Vernunft der Eltern, damit sie solche Zusammenkünfte  unterbinden. Ohnehin sind durch die Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums „Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt“, ausgenommen private Feiern.Weiter werden alle Freizeitbetriebe geschlossen und auch Ladengeschäfte des Einzelhandels, mit Ausnahme von Lebensmittelhandel, Getränkemärkten, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäusern, Optikern, Hörgeräteakustikern, Filialen der Deutschen Post

AG, Tierbedarf, Bau und Gartenmärkten, Tankstellen, Reinigungen und der Online-Handel.

Untersagt werden zudem Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen hiervon sind in der Zeit von 6

bis 15 Uhr Betriebskantinen sowie Speiselokale und Betriebe, in denen überwiegend Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden. All diese Einschränkungen sollen dazu beitragen, dass sich Menschen nicht unnötig begegnen und so das Virus aufgrund einer nicht festgestellten Erkrankung unwissentlich weitergegeben wird. Darum gilt in den nächsten Wochen der Grundsatz: Zuhause bleiben, wann immer es geht.

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