Aus der Region

Erzieher / Erzieherin

Kleine Kinder auf ihrer Entwicklung zu großen Entdeckern begleiten – eine Ausbildung mit unzähligen Facetten

Spielen, basteln, singen – für viele klingt der Beruf des Erziehers im ersten Moment gar nicht nach Arbeit, sondern nach Tagen voller Spaß, unbeschwertem Kinderlachen und Sorglosigkeit. Doch die Realität ist eine andere: Erzieher tragen eine große Verantwortung. Viele Eltern übergeben ihre Kinder zum ersten Mal in fremde Hände, wenn sie sich für eine Kinderbetreuung entscheiden. Gerade Mütter kämpfen oft damit, die Kleinsten loszulassen und da kommt auch schon eine weitere Seite des Berufs zum Vorschein: Erzieher stehen auch den Eltern zur Seite. Das erfordert Fachwissen und Selbstvertrauen.

 

Aufgaben:

Je nach Alter der Kinder und Art der Einrichtung wird die geistige und körperliche Entwicklung nach speziellen Konzepten gefördert. Erzieher unterstützen aber auch von klein auf bei der Körperpflege und helfen den Kleinsten, selbstständig essen zu lernen.

Während der Arbeit lernt der Erzieher „seine“ Kinder ganz genau kennen und beobachtet das Sozialverhalten und Lernfortschritte der Kinder aufmerksam. Bei Auffälligkeiten werden die Eltern informiert und Vorschläge erarbeitet, wie man das Kind bestmöglich unterstützen kann.

Arbeitszeit:

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen – auch nach Ganztagesplätzen – wächst stetig. Dementsprechend gibt es unterschiedlichste Arbeitszeitmodelle.

 

Ausbildung:

Grundsätzlich ist die Mittlere Reife Voraussetzung für die Ausbildung. Manche Einrichtungen setzen sogar mindestens ein „Befriedigend“ im Fach Deutsch im Abschlusszeugnis voraus. Interessant: Je nach Bundesland unterscheiden sich Ausbildungsablauf und -dauer stark. In Bayern beträgt die Ausbildungsdauer fünf Jahre, die in schulische und praktische Phasen gegliedert ist.

 

Gehalt:

Ab dem Anerkennungsjahr beträgt rund 1.300,- bis 1.500,- Euro. Davor werden zwischen 300,- und 500,- bezahlt.

 

Einsatz und Spezialisierung:

Neben Kindergärten, -krippen und -tagesstätten werden Erzieher häufig auch von Familienberatungsstellen oder von Jugendeinrichtungen engagiert.

Erziehern steht ein breites Feld an Möglichkeiten zur Spezialisierung offen.

Eine kleine Auswahl daraus:

- Sozialfachwirt / in

- Spiel- oder Theaterpädagoge / in

- Wald- und Naturerzieher / in

- Fachkraft für Frühpädagogik

- Sonderformen wie Montessori-Diplom, Waldorf-Diplom …

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