Aus der Region

„Freude am Lernen – Zukunft für Kinder – Gemeinsam gestalten“

Seit 1990 arbeitet das Montessori-Kinderhaus in Nornheim nun schon mit diesem Leitgedanken. Mit viel Liebe und Engagement entstand ein Kinderhaus, in dem sich die Kinder wohlfühlen, mitsprechen dürfen und Zeit finden zum Spielen und zum Lernen, ohne dabei die Freude am Lernen zu verlieren. Die Erzieher begleiten, beobachten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung und stehen dabei im ständigen Austausch mit den Eltern. Gemeinsam arbeiten die Erzieher und die Eltern an einer positiven Entwicklung des Kindes, so dass es gestärkt in die Zukunft blicken und die Anforderungen des Lebens bestehen kann. Dies hat sich bis heute nicht verändert. Die Erzieher arbeiten nicht nur nach dem Leitgedanken, sondern sie leben ihn auch. So auch die Grundprinzipien nach Maria Montessori: eines dieser Prinzipen, die in der Einrichtung gelebt werden ist „Die vorbereitete Umgebung“. Materialien aus dem kosmischen, mathematischen, sprachlichen Bereich und die Übungen aus dem täglichen Leben werden ansprechend gestaltet, geordnet, in den Regalen frei zugänglich gemacht und den entsprechenden Bedürfnissen der Kinder angepasst. Dies zeigt sich in jeder Gruppe des Kinderhauses. Das Besondere an diesen Materialien ist, dass die Kinder das Material kennen lernen, welches sie später auch in der Montessori-Grundschule Günzburg wiederfinden und so an dem Gelerntem im Kinderhaus in der Schule wieder anknüpfen können.

Der Beruf des Erziehers:

 

„Erzieher, ein Beruf der Zukunft schafft“

 

Wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der es immer wichtiger wird sich mit dem Thema Zukunft auseinander zu setzen und wie wir sie auf unserem Planeten weiterhin gestalten wollen. Die Weichen dazu stellen wir schon recht früh, indem wir unseren Kindern zeigen wie wir mit der Umwelt und vor allem wie wir miteinander umgehen, so dass in der Zukunft ein gutes Zusammenleben möglich ist. Es wird deutlich, ein/e Erzieher/-rinn spielt nicht nur mit den Kindern. Dahinter steckt mehr. Es ist ein Beruf mit viel Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Kindern. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt die sich für diesen Weg entscheiden und diesen Beruf wählen und somit unsere Zukunft mit gestalten. Die Ausbildung zum Erzieher/-rinn dauert 5 Jahre und ist damit eine anspruchsvolle und komplexe Ausbildung. Diese ist notwendig um später mit den Kinder und Eltern adäquat fachlich und professionell zu Handeln. Ein weiterer Aspekt, der den Beruf des Erziehers so interessant macht, ist der abwechslungsreiche Alltag. Jeder Tag ist anders. Jeder Tag bringt neue Ideen, die mit den Kindern weiterentwickelt und gestaltet werden. Dabei entstehen die unterschiedlichsten Projekte. Alltägliche, wissenschaftliche, naturwissenschaftliche und technische Themen werden durch Projekte bearbeitet, je nach Interesse der Kinder. Dabei lernen nicht nur die Kinder etwas dazu sondern auch die Erzieher, die sich genauso wie die Kinder mit dem Thema auseinander setzen und sich weiterbilden. Ein weiterer Aspekt für den Beruf des Erziehers ist der kreative und handwerkliche Bereich. Zusammen mit den Kindern wird gebastelt, gewerkelt und gemalt. Man findet sich in einem Dauerzustand des kreativen Schaffens wieder und dabei bleibt es nicht bei einem einfachen Bild. Mit Holz werden bspw. Gebäude gebaut, die bis zur Zimmerdecke reichen können. Es werden Kunstwerke erschaffen, wo auch große Künstler vor Neid erblassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist möglich.

Der/Die Erzieher/-rinn ist also ein „Allrounder“. Einer/Eine der/die alle Bereiche abdeckt, von der Wissenschaft bis zum Handwerk. Es ist also ein Beruf, der fordert und der den der ihn ausübt stetig voran bringt, ein Beruf mit hoher Verantwortung und mit dem Blick auf die Zukunft.

Lukas Bauer (Erzieher, Montessori-Kinderhaus Nornheim)

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