Aus der Region

Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Helden in schweren Zeiten – nicht nur für die Patienten

Unzählige Romane, Filme und Serien glorifizieren Mitarbeiter in Krankenhäusern. Doch wie sieht es in der Realität aus? Wenn man selbst oder ein Angehöriger ins Krankenhaus muss, erkennt man erst, was das Personal dort leistet. Sie helfen Menschen aktiv dabei, gesund zu werden, haben ein offenes Ohr für Angehörige und sind unersetzbare Unterstützung für Ärzte. Da der offizielle Berufstitel so lang ist und damit den Lesefluss erwschwert, beschränken wir uns in der Redaktion auf „Krankenpfleger“ und meinen damit natürlich weibliche und männliche Profis.

Aufgaben:

In medizinischen Berufen gibt es keinen Stillstand. Die Technik und vor allem die Digitalisierung schreiten stetig voran. Krankenpfleger lernen deshalb ein Leben lang weiter. Sie sind am Patienten näher dran, als beispielsweise der Arzt und helfen Bedürftigen bei der Versorgung mit Medikamenten, bei der Nahrungsaufnahme und Körperpflege. Nach ärztlicher Anweisung versorgen sie Wunden, legen Verbände und Schienen an. Auch Infusionen und Inhalationen oder Bestrahlungen führen sie nach Verordnung aus. Krankenpfleger bereiten operative Eingriffe vor und assistieren dabei. Für die Patienten ist der Krankenpfleger aber noch viel mehr: Er oder sie ist die „Seele“ im Krankenhaus. Viele Patienten erinnern sich nach ihrem Krankenhausaufenthalt gerne an die aufmunternden Worte und Gesten und die liebevolle Pflege. Auch Aufgaben aus der Verwaltung gehören zum Alltag von Pflegekräften.

Arbeitszeiten:

Im Krankenhausbetrieb wird immer Hilfe benötigt. Deshalb hat ein Krankenpfleger Schicht- und Wochenenddienste. Zeitliche Flexibilität wird daher vorausgesetzt, bietet aber auch Möglichkeiten für private Interessen.

Ausbildung:

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Erst im dritten Ausbildungsjahr werden angehende Krankenpfleger gezielt auf zielgruppenspezifische Inhalten vorbereitet. Eine mittlere Reife wird vorausgesetzt. Auch mit einem Hauptschulabschluss gibt es aber Möglichkeiten, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Gehalt:

Wer sich für eine Einrichtung des öffentlichen Dienstes entscheidet, verdient im ersten Ausbildungsjahr 1.040,- Euro brutto und steigert sein Gehalt bis zu dritten Lehrjahr auf 1.200,- Euro brutto.

 

weitere Artikel
Aktuelle Ausgabe
Anzeige