Aus der Region

Hilfe in der Corona-Krise

So schützen Sie sich und ihr Umfeld: Bleiben Sie zu Hause

Seit Freitagnacht gibt es in Bayern eine Ausgangsbeschränkung. Ministerpräsident Markus Söder hat damit die Vorreiterrolle in Deutschland übernommen. Was das genau bedeutet, haben wir für Sie zusammengestellt.

Büchereien sind geschlossen, Stadtführungen werden abgesagt, die meisten Geschäfte mussten schließen, Restaurants dürfen nur noch Speisen zum Mitnehmen oder einen Lieferservice anbieten. Wer nicht zwingend zur Arbeit oder zum Einkaufen muss, sollte einfach zu Hause bleiben. Wichtig: Hygienemaßnahmen strikt einhalten und sich sozial distanzieren.

Die Bayerische Staatsregierung hat per Allgemeinverfügung angeordnet, welche Geschäfte und welche Einrichtungen und Plätze geschlossen sind, darunter sind Straßencafés, Sportstätten, Freizeitangebote und Spielplätze. Am 20. März wurden in einer Allgemeinverfügung in Form einer Ausgangsbeschränkung (Achtung: keine Ausgangssperre wie in Italien und Spanien!) weitere Regelungen getroffen, die ab Mitternacht für zunächst 14 Tage (also bis 3. April, 24 Uhr) gelten. Unter anderem heißt das, dass die Gastronomie, Friseure und Baumärkte auch ab sofort geschlossen haben. Man darf aber noch Spazierengehen und Joggen, allerdings nicht in Gruppen, sondern nur innerhalb der eigenen Familie oder Lebensgemeinschaft.

Einzelhandel: Was hat noch offen?

Bayernweit untersagt wird die Öffnung von jeder Art von Ladengeschäften des Einzelhandels. Ausnahmen sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker und Filialen der Deutschen Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel. Für all diese sind sogar erweiterte Öffnungszeiten möglich: an Werktagen von 6 Uhr bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis 18 Uhr. Bei Autohäusern, Fahrradgeschäften, Elektrogeschäften ist der Verkauf verboten, die Annahme und Durchführung von Reparaturen ist dagegen erlaubt. Hamsterkäufe sind nicht notwendig, die Versorgung für jeden Haushalt ist gewährleistet.

Gastronomie geschlossen – Lieferservice weiterhin gestattet

Das Abholen und Liefern von Speisen ist weiterhin gestattet.

Was ist noch erlaubt?

- Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte

- Einkäufe für den Bedarf des täglichen Lebens (am besten alleine gehen)

- Besuche von Arztpraxen, Gesundheitspraxen (Physiotherapieeinrichtungen nur in Notfällen!)

- Apothekenbesuche

- Besuche von Filialen der Deutschen Post

- Tanken an Tankstellen

- Geldabheben bei Banken

- Hilfeleistungen für Bedürftige

- Spaziergänge oder Sport alleine oder nur mit der Familie bzw. den Personen, mit denen man zusammen lebt

- Besuche bei getrennt lebenden Kindern oder Partnern

- Versorgung von Tieren

- Begleitung Sterbender sowie Beerdigung im engsten Familienkreis

Die Polizei kontrolliert in Abstimmung mit dem Landratsamt, dass diese Regelungen eingehalten werden. Achtung, die Polizei macht hier einen deutlichen Hinweis: Diese Regelungen nicht zu beachten ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat! Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Bußgeldern bis zu 25.000 Euro rechnen. Wenn sich die Leute nicht freiwillig daran halten, droht Markus Söder mit einer bayernweiten Ausgangssperre. Das müsse jedem klar sein.

Bleiben Sie zu Hause

Ausnahmen sollten sein

- Dringend notwendige Besorgungen wie der Einkauf von Lebensmitteln oder der Gang zur Apotheke

- Menschen helfen, die derzeit auf unsere Hilfe angewiesen sind, weil sie selbst keine Lebensmittel einkaufen können

- In besonderen Ausnahmefällen gilt: Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, soll dies ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in häuslicher Gemeinschaft lebt

Hilfe zur Selbsthilfe: Was jeder tun kann

Jeder kann Abstand halten – beim Einkauf, in der Besprechung, im Büro, an der Kasse oder im Restaurant. Zudem sollte man nach jedem Einkauf seine Hände gründlich waschen.

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