Aus der Region

Was ist Krebs?

Bei der Recherche zu diesem sensiblen Thema lernten wir viel über ein sehr komplexes und doch allgegenwärtiges Krankheitsbild. Grundsätzlich beschreibt „Krebs“ verschiedene Krankheiten mit gemeinsamen Merkmalen: Ursprünglich normale Zellen des menschlichen Körpers vermehren sich unkontrolliert, wachsen in gesundes Gewebe ein und schädigen es. Diese Definition des Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg macht schnell klar: Das Thema ist zu breit und tief, als dass wir alle Facetten hier beschreiben können. Trotzdem gibt es bei Gesprächen mit Ärzten und Betroffenen eine gemeinsame Botschaft: Ob Genussmensch oder Gesundheitsfan, niemand trägt schuld an seiner Erkrankung. Sie kann in jeder Phase des Lebens auftreten und auch bei Einhaltung der gängigen Ratschläge zur Vorsorge nicht gänzlich vermieden werden. Daraus ergibt sich die zweite Botschaft an unsere Leser: Nutzen Sie regelmäßig die möglichen Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsprogramme. Zusätzlich zu den Leistungen der Krankenkassen gibt es einige privat zu bezahlende Methoden, zu denen Sie der jeweilige Facharzt gerne berät.

Einige Patienten berichten, dass ihre Erkrankung gerade in jungen Jahren gar nicht gezielt bei einer Vorsorgeuntersuchung erkannt wurde, sondern sie sich selbst aufgrund ungewöhnlicher Symptome an einen Arzt gewandt haben. Hören Sie also auf Ihren Körper und lassen Sie sich bei unerklärbaren Auffälligkeiten untersuchen.

Lebensqualität trotz positiven Befund

Der Befund „Krebs“ ist ein Schock und flößt oft große Angst ein. Zum Glück sind viele Krebsarten heute gut behandelbar. Den Behandlungsplan und die Maßnahmen legen die Ärzte oft in Absprache mit dem Patienten fest. Im Krankenhaus gibt es auch Ansprechpartner, die bei sozialrechtlichen Fragen unterstützen und bei den zahlreichen Formularen und Anträgen weiterhelfen. Ob man die Diagnose erst in Ruhe für sich selbst verarbeitet, oder sich offen an Familie und Freunde wendet, ist eine persönliche Entscheidung. Manchmal kann auch der Weg zu einer Selbsthilfegruppe oder einem Psychoonkologen Sinn machen. Viele Patienten informieren sich neben der konventionellen Therapie über begleitende alternative Verfahren. Auch Fahrdienste werden zu den Behandlungen oder bei fortgeschrittener Erkrankung häufig nötig sein. Krankenkassen geben gerne Auskunft, welche Kosten erstattet werden.

Ob Ernährung, Sportprogramm oder Körperpflege, im Alltag muss man nun einiges umstellen:  Während der Behandlung reagiert der Körper sensibel und es verändern sich auch die Eigenschaften von Haut, Haaren und Nägeln. Gerade diese optischen Veränderungen sind für die meisten Patienten sehr belastend. Damit ist man aber nicht allein: Viele Apotheken in der Region haben Erfahrung mit den besonderen Bedürfnissen von Krebspatienten und können in Absprache mit dem behandelnden Arzt spezielle Lotionen und Cremes mischen. Der Verlust der Haare ist eine häufige Begleiterscheinung der Behandlung. Laut Statistik wählen immer mehr Patienten bunte Tücher, um den Kopf zu schützen. Andere wenden sich an Zweithaarspezialisten, die mit viel Fingerspitzengefühl auf ihre Kunden eingehen. Auch wenn die Haare wieder nachwachsen, gibt es einiges zu beachten. Friseure mit entsprechender Erfahrung sind hier die richtigen Ansprechpartner. Wenn die Behandlung überstanden ist, will man natürlich zurück ins Leben. Ein Besuch in einem erfahrenen Kosmetikstudio hilft, sich wieder schön zu fühlen. Für regelmäßige Bewegung sorgen Vereine und Sportstudios mit geschultem Personal.

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